Schwedenkrimis – Warum eigentlich?

Was ist an den Schwedenkrimis so attraktiv, das sich ein regelrechter Boom entwickelte? Zugegeben- Kommissar Beck machte sowohl in der Schriftfassung als auch auf der Mattscheibe eine gute Figur. Ebenso ist die Schöpfung von Mankell sehr gelungen – ebenfalls in allen Fassungen. Mir persönlich gefiel allerdings die rein schwedische Fernsehfassung am besten, denn der Hauptdarsteller war wirklich extrem authentisch.
Nun, wie auch immer: Ist es eine besondere Ausgangsstimmung, die den Schweden unterstellt wird? Ist die Umgebung exotisch? Oder ist die es Annahme, die dem Land Schweden eine so friedliche Grundstimmung zubilligt, das dort auch das kleinste Verbrechen bereits wesentliche mehr auffält, als in den sonstigen Handlungsorten zum beispiel britischer Autoren. Immerhin war das London des 19. Jahrhunderts wirklich ein Ort, an dem Untaten und Verwerfliches gut gediehen – Also ein passender Hintergrund für das Wirken des größen aller fiktiven Detektive, Sherlock Holmes.
In Schweden schuf allerdings die Autorin Astrid Lindgren mit dem Meisterdetektiv Kalle Blohmquist die Blaupause aller Detektivgeschichten für Kinder. Wer sich immer gefragt hat, was aus einem großgewordenen Meisterdetektiv aus der Provinz geworden sein könnte, der sollte sich „Mord an einem Fjord“ durchlesen. Der darin auftauchende Kommissar Lindquist ist ein erwachsenes Pondon zu dem Kinderdetektiv. Allerdings sind alle Ähnlichkeiten rein zufällig und nicht gewollt.